Málaga-Tiere
 
 
 
 









 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Aktionen 2003 - 2004

Aufklärung: Informationsstand Oktober 2004

Kastrationsaktionen 2003 - 2004: Bilder, Berichte und Zahlen

Zu Aktionen bis 2002

Zu Aktionen ab 2005

 
Aufklärung: Informationsstand auf der Katzenausstellung in Velez-Málaga (Oktober 2004)

Auf der Katzenausstellung in Velez-Málaga vom 30.-31.Oktober waren wir durch einen Informationsstand verteten, um dort Katzenliebhaber anzupsrechen und über das Thema Kastration zu informieren. Rosa, eine engagierte Spanierin, die unsere Aktionen tatkräftig unterstützt, und Markus haben sich federführend um alles gekümmert und waren auf unserem Stand präsent.

   
 
Bilder, Berichte, Zahlen von den Kastrationsaktionen 2003 - 2004
Bilanz 2004

Hier die erfreuliche Bilanz für 2004: Insgesamt 138 Hunde und 548 Katzen, also 686 kastrierte Tiere bis November 2004. Wie immer gilt, dass Tiere, die ins Ausland vermittelt wurden, nicht enthalten sind. Erfasst wurden nur die in Spanien verbleibenden Tiere, die somit vor Ort zu keiner weiteren Übervermehrung der Vierbeiner beitragen können. Die Zahlen der Aktionen (siehe bei den jeweiligen Berichten) stimmen daher nicht mit der Statistik überein, da das eine oder andere bei einer Aktion kastrierte Tier zur Vermittlung aufgenommen wurde und wiederum wurden vereinzelt Tiere, die in Málaga bleiben, von hier ansässigen Tierarztkliniken kastriert. Die Kastrationen zu Sonderkonditionen in Tierkliniken (neben den Aktionen) war uns nur in Einzelfällen möglich. Um dies im grösseren Umfang wieder aufleben zu lassen, fehlt nach wie vor das Geld.

2004
Katzen
Hunde
Kätzinnen
Kater
gesamt
Hündinnen
Rüden
gesamt
Januar
2
-
2
-
-
-
Februar
2
3
5
1
-
1
März
35
28
63
18
9
27
April
34
35
69
34
12
46
Mai
1
1
2
1
-
1
Juni
3
1
4
1
-
1
Juli
3
-
3
-
-
-
August
-
-
-
-
-
-
September
58
40
98
11
9
20
Oktober
98
75
173
20
10
30
November
75
54
129
6
6
12
Gesamt
311
237
548
92
46
138
 
6. Kastrationsaktion 2004 im November

Im November fand die 6. Aktion statt und ein Tierärztinnen-Team aus Deutschland operierte vor allem herrenlose Strassenkatzen (130 an der Zahl, davon 76 weibliche und 54 männliche) und auch 12 Hunde (6 männliche und 6 weibliche). Inge und Kathrin waren vom 8. bis 15. und Kathrin alleine bis 20. November überwiegend im OP zugange.

         
 
Der nächste Patient!

Damit ununterbrochen und so viele Tiere wie möglich kastriert werden können, ziehen Markus und einige Helfer Abend für Abend los, um Katzen zu fangen. Morgens kehren sie mit ihrer Ausbeute auf die Station zurück.
 
   
   
   
Für ein kurze Verschnaufpause blieb meist nur wenig Zeit.
 
Philipp`s und Hinnerk`s Bericht - Kastrationsprojekt Oktober 2004

Alles begann am Samstag, den 16. Oktober um 10 Uhr Ortszeit Flughafen Málaga. Nachdem wir seit 4 Uhr morgens nach 3 Stunden Schlaf auf den Beinen waren, wurden wir direkt aus dem Flugzeug mit der Begrüssung „Hallo, ich bin der Ronny und auf Euch warten 30 Katzen“ in die andalusischen Berge verschleppt. Ausschlafen und akklimatisieren wurde auf „mañana“ verschoben und so stürzten wir uns direkt in die Arbeit.
Kaum waren wir mit den Katzen fertig, kamen am nächsten Tag Anna und Jesus aus Granada mit 10 Hunden und viel Leckereien im Handgepäck. Während der folgenden Woche lernten wir dann Gabi kennen, die ausser viel Arbeit auch die beste Fischsuppe mit nach Esperanza schleppte. Auch Markus, Rosa und Barbara fingen in vielen Nachtschichten unzählige Objekte unserer Begierde....Katzen, Katzen, Katzen....wild, schwanger, unkastriert....
D
ie restliche Zeit konnten wir also gut mit Arbeit ausfüllen, so dass wir nicht mal dazu kamen, „El Santo“ (für alle unbedarften: der Heilige hier auf dem Berg) zu erklimmen.
Als Fazit: Nach 2 Wochen im OP denkt man, dass keine gebärfähigen Tiere mehr rumlaufen dürften, doch wenn man in neuerworbener Freiheit wieder öffentliche Strassen und Plätze betritt, stellt man fest, dass vor dem Team Esperanza und Co. noch unendlich viel Arbeit liegt. Möglichst viele Tierfreunde sollten deswegen aktiv als auch finanziell die Arbeit von Esperanza unterstützen, da gerade durch Kastrationsprojekte das Problem an der Wurzel gepackt wird. Dank der guten - für spanische Verhältnisse aussergewöhnlichen - Organisation und Fürsorge von Ronny, Paqui und aller anderen stummen Helfer konnten wir in 14 Tagen insgesamt 222 Tiere kastrieren.

Tschüss,
bis zum nächsten Mal sagen
Hinnerk und Philipp

 
 
   
Philipp und Hinnerk und die letzten 3 Tage auch Anke hatten während ihres Aufenthalts vom 16. bis 30. Oktober 181 Katzen (104 weibliche und 77 männliche) und 41 Hunde (28 Weibchen und 13 Rüden) als Kastrationspatienten. Danke!
 
2. Kastrationsaktion im September 2004

Vom 24. September bis 1. Oktober haben die Tierärztinnen Angelika und Britta aus Deutschland ihre Skalpelle gezückt und 69 herrenlose Tiere kastriert: 62 Katzen (34 Weibchen, 28 Kater) sowie 7 Hunde (5 Hündinnen, 2 Rüden). Von der spanischen Sonne haben auch diese beiden nur sehr wenig gesehen. Stattdessen OP-Scheinwerfer und operieren, operieren ... kastrieren, kastrieren. Toller Einsatz!

     
1. Kastrationsaktion im September 2004

Hier nun die Bilder von der Kastrationsaktion. Diese Frauen-3er-Riege, 2 Tierärztinnen Moni und Julia und Sandi, eine Helferin haben vom 8. bis 14. September insgesamt 67 herrenlose Tiere, genau 16 Hündinnen, 10 Rüden, 33 Kätzinnen und 33 Kater zu Kastraten gemacht.

 
 
April-Kastrationsaktion (24. April - 01. Mai 2004) - Ein Bericht von Steven

Steven hat sich dazu bereit erklärt, seine Eindrücke als "Laien"-Beobachter dieser Kastrationsaktion zu schildern. Er war zu der Zeit in Spanien, hat mehrmals die Station besucht, war "live" vor Ort dabei und hat auf dem Heimflug auch als Flugpate fungiert.

       
Drei der Hauptakteure: Die beiden ehrenamtlichen Tierärztinnen Maria und Uli sowie die Tierarzthelferin Tina haben bei dieser Aktion insgesamt 106 herrenlose Tiere kastriert: 34 Hündinnen, 12 Rüden, 27 Kätzinnen und 14 Kater.
 
Hier nun Steven´s Bericht:
Die Kastrationsaktion – ein logistischer Akt mit Operationsdauerstress und verbundener Materialschlacht
"Wenn man meint, eine Kastrationsaktion sei so mal schnell organisiert und läuft ohne weiteres reibungslos ab, der irrt.

Der logistische Aufwand ist enorm und erfordert eine gute Planung, um keine Leerzeiten entstehen zu lassen. Da die ehrenamtlichen Tierärzte ihren Urlaub dafür opfern und möglichst vielen Tieren helfen wollen.

Wie läuft nun so eine Aktion ab? Als erstes werden Ärzte benötigt. Glücklicherweise finden sich immer wieder Freiwillige, die aus eigenem Antrieb sich bei der Station melden und fragen, ob es nicht möglich wäre für einige Tage (meistesn 7-10 Tage) auf die Station zu kommen, um Hunde und Katzen zu kastrieren. Beide Parteien haben hiervon Vorteile: die Ärzte dadurch, dass sie praktische Erfahrung sammeln können und dem spanische Tierschutz wird geholfen durch eine Reduktion an vermehrungsfähigen "wilden" Tieren. (Eindämmung des Tierelends durch Kastrationen, Verringerung bzw. Durchbrechung des Teufelskreises!) Die Ärzte rufen an und sagen, wann Sie kommen wollen. Der Termin wird passend gemacht. Die Kastrationsaktionen laufen auf ehrenamtlicher Basis, d.h. die Ärzte kommen für den Flug selber auf, einzig Kost und Logis werden gestellt. Mena oder Ronny holen die Ehrenamtlichen am Flughafen ab und noch am gleichen Tag beginnt die Aktion.

Das ganze benötigte Material für die Aktion muss im Vorfeld beschafft werden: Vom Ungeziefermittel, bis zu Desinfektionsmittel über OP-Material wie Fäden, Augensalbe, Narkosemittel, Verbandsmaterial, destilliertes Wasser für den Sterilisator, Decken für die Boxen oder Halskrägen. Grosse Mengen werden benötigt. Alles muss bereit sein. Dieses Mal kam eine Lieferung mit Sachspenden wie Decken und Verbandsmaterial wie gerufen.

Für die Aktion sind entsprechende Tiere "einzufangen" bzw. zu besorgen. Hier beginnt die Herausforderung. Wo kommen die Tiere her, die kastriert werden/wurden?
Von Tierschützern oder privaten Tierheimen, die nicht über die notwendigen Mittel verfügen, die beherbergten herrenlosen Tiere kastrieren zu lassen.

 
 
Dieses Mal stammten sie u.a. von einem Ort an der Costa del Sol östlich von Málaga und es wurden auch Hündinnen aus dem privaten Tierheim El Refugio in Málaga (siehe Bild links) geholt, insgesamt 22, eine davon auch mit Schilddrüsentumor. Diesem Tierheim fehlen hinten und vorne die Mittel, um die derzeit ca. 570 Hunde nur annähernd ausreichend zu versorgen (angefangen beim Futter über die Unterbringung bis zur medizinischen Versorgung).
 

Oder Paqui (die sich extra dafür Urlaub nimmt) und freiwillige Helfer ziehen selbst los, um wilde Katzen einzufangen. Katzenfallen (siehe Bild rechts) werden präpariert und aufgestellt. An bevorzugte Stellen werden die Fallen ausgebracht und in kurzen Intervallen überprüft (Paqui oder andere Helfer warten in der Nähe) . Meistens ist die "Ausbeute" recht gut, es gelingt eine Kolonie fast vollständig zu fangen. Zuweilen gibt es leider immer wieder Schwierigkeiten mit "vermeintlich" tierlieben Spaniern, die sich in Ihrer Ehre (und dem des Tieres) gekränkt sehen und gegen diese Aktionen sind. Dies ging diesmal soweit, dass aufgrund von Bedrohungen an die 10 Katzen wieder "frei" gelassen werden mussten. Solch unvorherzusehende Ereignisse bringen die ganze Aktion zuweilen ins Stocken, da der Nachschub fehlt. Pro Tag können je nach Schwierigkeitsgrad bis zu 20 Katzen oder 10 Hündinnen kastriert werden.

Um den OP-fluss nicht zu unterbrechen, weil tierischer Nachschub fehlt (Tiere werden nicht wie angekündigt am Morgen von anderen Tierschützern gebracht, ….) werden z.T. auch Tiere der Tierstation mit kastriert, obwohl dies eigentlich nicht vorgesehen ist. Diese fliessen aber auch nicht in die Statistik ein (es wurden bei dieser Aktion neben den 106 Patienten, 30 Tiere der Station mitkastriert: 10 Hündinnen, 2 Rüden und 9 Katzen sowie 3 Kater.)

 
Alle Katzen und Hunde werden nach der Ankunft auf der Station gegen Parasiten behandelt: sie werden mit einem Ungezieferspray eingesprüht, um Flöhe und Zecken sofort zu töten, und Hunde bekommen ein Mittel gegen weiteres Ungeziefer und Parasiten (vor allem Würmer) gespritzt.
Paqui und Ronny laden die abgeholten Hündinnen des El Refugio einzeln aus und behandeln sie gegen Ungeziefer. Dicke Zecken in
den Ohren ... Es wimmelte nur so von Zecken und Flöhen. Teilweise errichteten die Tierärztinnen einen "Schutzring" mit einem Ungezieferspray, um das OP-Feld zu schützen.
 
 
 
Besonders wichtig, um kein Ungeziefer und Krankheiten einzuschleppen, ist diese Behandlung und die Separierung der Tiere von den Pfleglingen der Station, die gerade vorbereitet werden. Schwierig ist momentan die Unterbringung, da die dafür vorgesehenen Quarantänen im Kastrationszentrum bzw. im Haus jeweils für Hunde und Katzen noch nicht fertig sind. (Siehe „Aktuell“ bzw. Infothek „News-Archiv"). Also wurde bei dieser Aktion einer der Zwinger für die Hunde vorbereitet (siehe Bilder unten). Und die Katzen wurden in Boxen im „Lagerraum“ (in der späteren Quarantäne) des Tierärztehäuschens einquartiert.
 
     
 
   
 
 

Durch diese Behelfslösung ist auch der Zwinger fast überfüllt mit all den grossen Hunden.

 

 

 

 

Vor der Kastration werden die Tiere einzeln von einem Helfer in das Behandlungszimmer gebracht, gewogen und von den Tierärzten betäubt.

 

Katzen werden aus ihren Boxen in spezielle Impfboxen zum Fixieren umgeladen, da sie zum Teil sehr wild und aggressiv sind. Hierbei ist darauf zu achten, dass keine entwischt.

       
     
 
   
Am einfachsten und schnellsten ist der Eingriff bei Katern: beim betäubten Kater werden die Haare am Hodensack manuell gerupft,
 
 

zweimal ein kleiner Schnitt und Schwupp, dann noch verknoten. Meistens ist kein weiteres Vernähen notwendig. Bei allen anderen Tieren ist die Operation weitaus langwieriger, vor allem Hündinnen stellen eine besondere Herausforderung dar.

Weibliche Katzen und alle Hunde werden rasiert wie dieser Rüde, nachdem er sanft eingeschlafen ist.

 
 
Der Rüde wird kastriert.      
 
 
Die Kastration einer Hündin stellt wie oben bereits erwähnt eine besondere Heraus-forderung dar.
   
Man findet zuweilen keinen einheimischen (deutschen, schweizer) Tierarzt, der diesen Eingriff vornimmt, man wird zum Teil an eine Tierklinik verwiesen. Die Kastration einer Hündin dauert ca. 1.5 Stunden. Da aber bei jedem Hund die "Sachlage" anders liegt, ist dies nicht der Durchschnitt, eher das untere Limit. Bei Hündinnen wird wegen möglicher Komplikationen immer nur zu Zweit (2 Tierärzte) operiert. Hündinnen bekommen daher meist eine Kanüle gesetzt.
   
Dies erleichtert das Einspritzen zusätzlicher Narkosepräparate und bei Komplikationen kann auch eine Infusion angebracht werden. Es wird mit mehreren OP-Bestecken gearbeitet, da sonst immer auf die Sterilisation des jeweiligen Bestecks gewartet werden muss. Es wird meistens je nach Verfügbarkeit von Assistenten an zwei Tieren gleichzeitig operiert (bei 2 Ärzten, sonst natürlich nicht).
 
 

Alle Tiere erhalten, sofern nötig, eine weitere medizinische Behandlung. Die Hunde werden tätowiert ("grünes Ohr von der Tätowierpaste") und die Katzen erhalten eine Kerbe im Ohr als erkennbares Kastrationskennzeichen.

Nach der OP bleiben die Tiere bis sie erwachen unter Beobachtung in dem Behandlungszimmer. Kragenzwang ist für Hunde für die nächsten Tage obligatorisch. Dann werden Sie in eine Transportbox umquartiert, bis sie den Narkoserausch vollständig ausgeschlafen haben. Nach der Kastration bleiben die "wilden" frei lebenden Katzen bis zum nächsten Tag zur Beobachtung in der Station, dann werden sie an ihren Ursprungsort zurückgebracht.

 
 
   
 
 
Hunde bleiben ca. 10 Tage zur Nachsorge auf der Station, sofern sie nicht von privaten Tierschützern betreut und gleich wieder abgeholt werden. Nach ihrem Aufenthalt werden sie von Ronny zurückgebracht.
 
   
 
   
       
 

Gearbeitet wurde von 9:00 - zum Teil 22:00 mit entsprechenden Pausen, je nachdem wie viele Tiere zur Verfügung standen und wie die einzelnen Eingriffe liefen. Da der Arbeitseifer dieser ehrenamtlichen Tierärzte enorm war, wurde es meist sehr spät. Die Arbeit der Ärzte bestand somit aus Operieren - Schlafen - Essen und weiter operieren. Wie an den Statistiken ablesbar ist, bleibt keine Zeit zum Ausruhen oder Entspannen. Es ist eine anstrengende Arbeit höchster Güte. Bei der letzten Aktion gab es keine "Verluste". Alle Tiere haben den Eingriff problemlos überstanden (ob sie gekränkt sind, ob ihrer verlorenen Zeugungsfähigkeit oder Fruchtbarkeit, bleibt ihr Geheimnis).

 
   
 

Um so viele Tiere in einer so kurzen Zeit kastrieren zu können, muss eine sehr gute Beschaffungs- und Unterbringungsplanung gemacht werden, Ersatzpläne werden benötigt für eventuelle Engpässe, alles muss Hand in Hand gehen, jeder Handgriff muss sitzen. Vieler Helfer sind nötig: alleine Helfer für das Hin- und Herbringen der Tiere auf der Station, Assistenten bei den OPs, weitere Helfer zur Nachschubbeschaffung, …

Alles in allem war es eine sehr interessante und beeindruckende Erfahrung, Profis bei der Arbeit zu sehen und mithelfen zu dürfen. Es ist enorm, wie viel in einer so kurzen Zeit möglich ist.

Weiter so, ..."

 
   

"Eine Anmerkung noch am Schluss: Mit so manch einem "Kastrationsopfer" von einer der Aktionen der Tierstation Esperanza oder von anderen Tierschützern gab es auch für mich ein Wiedersehen. Wie an der Strandpromenade von Benalmadena. Wohlgenährt und offensichtlich zufrieden. Das freut mich als Kastrationsbefürworter. Achten doch auch Sie auf die Katzen mit der Kerbe im Ohr und unterstützen Sie Kastrationsaktionen in Ihrem Urlaubsgebiet."

 
 
Erste Kastrationsaktion in neuen Jahr (15.-25. März 2004)
Es war eine Zitterpartie, ob diese Aktion überhaupt stattfinden konnte. Elisabeths Kollegin war erkrankt und konnte nicht kommen. Aber alleine zu operieren ist auch nicht möglich. Eine Lösung ergab sich durch Tina. Sie ist eine gerlernte Tierarzthelferin aus der Schweiz und war bereit einzuspringen und zu assistieren. So schafften beide 85 herrenlose Tiere zu kastrieren: 30 Kätzinnen, 28 Kater, 18 Hündinnen und 9 Rüden.
 
   
Alles wird für den Eingriff vorbereitet: Tina hat die kleine Hündin gewogen, bevor sie narkotisiert wird...
   
 
   
   
     
     
   
Bilanz 2003
Das Jahr ist fast vergangen. Es wird Zeit, Bilanz für 2003 zu ziehen. Auch für diese gilt, dass nur in Spanien verbleibende Tiere erfasst worden sind. Ab Juli mussten wir leider aus Geldmangel die Kastrationen in den Tierkliniken stoppen. Die Aktionen liefen aber weiter: eine Ende September bis Anfang Oktober und eine weitere im November. Trotz der auf Hochtouren laufenden Bauarbeiten konnten 388 Katzen und 208 Hunde (596 Tiere) bis Ende November kastriert werden.
2003
Katzen
Hunde
Kätzinnen
Kater
gesamt
Hündinnen
Rüden
gesamt
Januar
24
4
28
1
0
1
Februar
25
13
38
3
2
5
März
48
1
49
4
1
5
April
38
8
46
11
1
12
Mai
34
6
40
3
0
3
Juni
33
16
49
55
36
91
Juli
-
-
-
-
-
-
August
-
-
-
-
-
-
Sept./Okt.
47
28
75
24
22
46
November
39
24
63
32
13
45
Gesamt
288
100
388
133
75
208
 
Kastrationsaktion vom 8. bis 15. November 2003
Im November waren Maria und Uli aus Norddeutschland zu unserer nächsten Kastrationsaktion angereist. Beide ehrenamtliche Tierärztinnen und wild entschlossen möglichst viele Tiere während ihres Aufenthalts zu kastrieren, was ihnen auch gelang. 108 herrenlose Tiere (63 Katzen und 45 Hunde) waren ihre Patienten. Neben der nüchternen Anzahl muss man sich auch vergegenwärtigen, welch eine tierärztliche Leistung u.a. dahinter steht. Von früh bis spät im OP, die ganze Zeit stehend und hochkonzentriert. Alleine die Kastration einer Hündin ist ein komplexer Eingriff und kann 1 1/2 Stunden oder auch noch viel länger dauern.
 
 
   
Mehr über diese Aktion finden Sie auch im News-Archiv in der Infothek.
 
Kastrationsaktion - September/Oktober 2003
Die beiden ehrenamtlichen Tierärztinnen Angelika und Elisabeth aus Deutschland haben 121 herrenlose Tiere (75 Katzen und 46 Hunde) Ende September bis Anfang Oktober auf der Station kastriert.
   
 
Bilder der Kastrationsaktion Juni 2003
Ein ehrenamtliches Tierärztinnen-Team aus Leipzig hat unsere Tierstation Esperanza ab 18. Juni für 2 Wochen besucht und damit eine weitere Kastrationsaktion ermöglicht. Anke und Kathleen haben in dieser Zeit 49 Katzen und 91 Hunde kastriert. Vielen Dank, Anke und Kathleen!
   
 
Juni-Kastrationsaktion 18.06.-02.07.2003 - SPEZIAL
Hier der Bericht von Anke und Kathleen, wie sie die Kastrationsaktion erlebt haben:
 

Die Tierstation Esperanza liegt mitten in den andalusischen Bergen, ca. 20 km nordwestlich von Málaga. Dort verbrachten wir 12 Tage, um Hunde und Katzen zu kastrieren. Die Tiere waren unterschiedlichster Herkunft. Viele waren freilebend. Sie wurden von fleissigen Helfern in den Städten und an den Stränden eingefangen und nach der Kastration an der gleichen Stelle wieder frei gelassen. Auch befanden sich Tiere aus einer Tierstation in Granada und aus dem

privaten Tierheim in Málaga darunter. Ziel der Aktion war einfach so viele Tiere wie möglich zu kastrieren. Da wir zwei recht junge Tierärztinnen sind, fehlte uns am Anfang noch etwas die Routine, die sich aber nach ein paar Tagen schnell einstellte. Nicht zuletzt weil die Organisation in der Station die perfekten Rahmenbedingungen bot. Ausser der kompletten notwendigen Grundausstattung zum Operieren, war auch sonst alles vorhanden und organisiert, so dass wir uns wirklich nur um die Operationen zu kümmern brauchten. Auch wenn die Hitze und der teilweise sehr schlechte Zustand der eingefangenen Tiere es nicht immer einfach machten, bemühten wir uns doch sehr um optimale und sterile OP-Bedingungen.  
  Leider waren unter den weiblichen Tieren auch oft trächtige, die trotzdem kastriert wurden. Wenn man sich wie wir einmal allein das Tierheim in Málaga, in dem 600 Hunde auf minimalstem Raum leben, anschaut, dann versteht man dieses Vorgehen. Dreimal passierte es auch, dass Katzen der Operation umsonst unterzogen wurden, da sie schon kastriert waren. Deshalb wurden von uns

kastrierte Tiere mit Tätowierungen oder kleinen Ecken in den Ohren kenntlich gemacht, um dies bei künftigen Aktionen zu vermeiden. Auch waren wir mit der akuten Behandlung von Parasitenproblemen beschäftigt, da manche Tiere von Flöhen, Zecken und Würmern nur so wimmelten. Unsere Arbeitszeit ging manche Tage von 8.00-21.00 Uhr, wobei wir auch an manch sehr heissen und anstrengenden Tagen den späten

  Nachmittag am Strand verbrachten. Alles in allem schafften wir in der Zeit 133 Tiere zu kastrieren, davon waren 52 Hündinnen, 36 Rüden, 30 Katzen und 15 Kater. Dieses Ergebnis war auch oder vor allem der Verdienst unserer vielen Helfer. Da waren zum einen Ronny und Paqui, die Bewohner der Station und die Zentrale des Projektes, Mena, die uns sehr häufig besuchen und helfen kam und  
  immer etwas Leckeres zu essen dabei hatte. Gabi und Laura, die Tiere heranschafften und auch mitanfassten, und noch einige mehr. In der Station selbst leben nur ausgesuchte Hunde und Katzen, die entsprechende Gesundheits-  
  checks vom dortigen Tierarzt unterzogen werden, alle gesund und auf ein Leben in Deutschland oder in der Schweiz warten. Ziel der Arbeit der Station ist vor
allem, Kastrationsaktionen wie diese zu organisieren. Die von uns kastrierten Tiere blieben manchmal nur 1 Tag bis nach der Operation, andere bis zu 10 Tage. Da es bei denen, die da blieben keine Probleme gab, denken wir, dass die Tiere die Operation im allgemeinen sehr gut überstehen. Während Hunde meist friedlich und verängstigt und liebesbedürftig waren, hatten die wilden Katzen oft eher ihren eignen Willen und waren sehr schwierig im Umgang.
 
So passierte es auch einmal trotz grösster Sorgfalt, dass ein Kater noch kurz vor der Operation entwischen konnte. Doch auch er konnte wieder eingfangen werden und wurde drei Tage später doch noch kastriert. Auf der Tierstation selbst ist vieles noch im Aufbau. Wir bekamen das Gästehaus zum Wohnen während Ronny und Paqui noch in einem Wohnwagen nächtigten. Momentan ist ein grosses schönes zwei-etagiges Haus im Bau, in das unter anderem eine neue Hundestation soll.
 

Am Ende hatten wir noch drei Tage Zeit mit einem von der Station geliehenen Auto das wunderschöne Andalusien zu erkunden. Für teilweise sehr anstrengende Arbeit haben wir von den Menschen dort soviel Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Unterstützung zurückbekommen, dass es für uns eine wunderschöne Zeit wurde und wir in Zukunft bestimmt wieder unsere Arbeit dort einbringen werden.
Anke und Kathleen aus Leipzig
Juli 2003