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Jahresrückblicke |
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| 1996
- Anfänge |
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Unser
Team lernte sich im privaten Tierheim El Refugio von Málaga
kennen. Sie waren sich einig, den armen Tieren müssen
sie helfen. So fingen sie an Welpen (mit nach Hause zu nehmen
und dort zu pflegen) und Hunde im Tierheim für eine Adoption
im Ausland vorzubereiten. Dank der Unterstützung grosszügiger
Spender aus Deutschland und der Schweiz, die die Vorbereitung
(Tests und Impfungen) und den Transport der Tiere finanzierten,
war es möglich, zahlreichen Hunden und Katzen ein neues
Zuhause im Ausland zu verschaffen.
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| 1997
- Tierstation Esperanza in Alhaurín El Grande |
Die Vorbereitung der Tiere ging weiter. Alleine bis September
1997 wurden 118 Tiere adoptiert. Aber die Notwendigkeit
einer Quarantänestation für diesen Zweck drängte
sich aufgrund der Verhältnisse im Tierheim El Refugio
immer mehr auf. Geldmangel und der damit verbundene Personalmangel
waren gleichzusetzen mit schlechten hygienische Verhältnissen
und mangelhafter medizinischer Versorgung. Dies bedeutete
für die meisten der täglich abgegebenen Welpen
den Tod.
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Mitte
Juli wurde ein geeignetes Grundstück mit Ausbauten zur
Hundehaltung in der Nähe von Málaga in Alhaurín
El Grande gefunden und von uns angemietet. Die Tierstation
Esperanza war geboren. Sie entlastete das hoffnungslos überfüllte
Tierheim El Refugio durch Aufnahme von Welpen und ausgewachsenen
Hunden. So konnten wir eine bessere Erstversorgung der krankheitsanfälligen
Welpen erreichen und wie die
erwachsenen Tiere für die Vermittlung nach Deutschland
und in die Schweiz vorbereiten.
Im Oktober fand ein Um- und Ausbau der Tierstation Esperanza
statt. Bei den vorhandenen Zwingern wurden die alten Schilfmatten
durch dauerhafte, wasserdichte Überdachungen ersetzt.
Zusätzliche Unterkünfte wurden eingezäunt,
gekiest und überdacht. (Weitere Bilder der damaligen
Tierstation unter "Entstehung der Tierstation Esperanza"
in der "Infothek".) |
| Tierstation
Esperanza in Alhaurín |
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Im
November erschwerte das von Fluggesellschaften verhängte
Embargo auf Tiertransporte unsere Arbeit. Presseartikel waren
im Umlauf gelangt, in denen unterstellt wurde, dass Hundetransporte
ins Ausland zum grossen Teil in Labors für Experimente
gehen. Nach vielen Rechtfertigungen und Verhandlungen erreichten
wir nach Monaten endlich, dass der Boykott für uns wieder
aufgehoben wurde.
In diesem Jahr fanden mehrere Kastrationsaktionen statt, in
denen sowohl Tiere des Tierheim El Refugio kastriert wurden
als auch herrenlose Katzen von Stränden bzw. Häfen
in der Nähe von Málaga. Teilweise wurden die Eingriffe
auf unserer Station durchgeführt. Siehe auch unter "Aktionen"
in der "Infothek". |
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| 1998
- Die Katzen kommen! |
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Dieses
Jahr war geprägt von der Weigerung der Luftfahrtgesellschaften,
unsere Tiere zu transportieren. Wir waren im Januar zum Aufnahmestop
von heimatlosen Hunden und Katzen gezwungen und demzufolge
verschlimmerte sich die Situation im Tierheim Málaga
weiter. Bis endlich das Embargo für uns aufgehoben wurde,
mussten wir vermehrt auf Auto- bzw. Lkw-Transporte ausweichen.
Der erste fand gleich noch im Februar statt, ein zweiter im
September, gefahren von drei freiwilligen spanischen Helfern.
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Hundetransport |
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Unterstützung
durch verschiedene Tierschutzorganisationen, Freunde und Gönner
durften wir auch in diesem Jahr erfahren. Wir erhielten u.a.
wieder zahlreiche Sachspenden und sogar ein Tierheimfahrzeug
aus Bonn und zwei Bürocontainer für einen Operationsraum
mit Unterkunft für zwei Personen von einer holländischen
Tierschutzorganisation. Auch Hilfsangebote wurden uns gemacht
wie das eines deutschen Tierheims, das uns im Februar erreichte.
Sie wollten 25 Katzen aus dem überfüllten Katzengehege
des Tierheims Málaga übernehmen. Dazu wurde auf
der Station ein Katzengehege eingerichtet und die Katzen zur
Vorbereitung aufgenommen. |
| Operationscontainer |
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Die
Katzen hielten dann permanent Einzug auf der Station Esperanza,
nachdem provisorisch ein Welpenzwinger zum Katzenhaus umgebaut
wurde. Es sollten nicht nur wie bisher überwiegend Hunde
auf unserer Tierstation vorbereitet werden, sondern auch Katzen
eine Chance bekommen. Denn auch sie brauchen dringend Hilfe.
Paqui aus unserem Team übernahm die Verantwortung für
die Katzen und ihre Versorung.
Renovieren hiess es im Herbst. Die Kanalisation und das Streichen
der Zwinger wurde in Eigenarbeit erledigt.
Im Mai und November wurden zahlreiche Kastrationen von ehrenamtlichen
Tierärzt(inn)en durchgeführt. Wieder wurden Tiere
des Tierheims Málaga, unsere Stationstiere und auch
„Streuner-Katzen“ aus der Umgebung von Málaga
kastriert. |
| "Provisorisches"
Katzengehege |
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| Ronny
beim Werkeln |
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| 1999
- Ausbau der Tierstation Esperanza |
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Ein
eigener Operationsraum für die Kastrationen und medizinische
Versorgung der Vierbeiner – ein Traum wird 1999 wahr.
Er wird mit medinzischem Gerät ausgestattet, an Strom
und Wasser angeschlossen, die sanitäre Anlage eingebaut
sowie die Wohnecke für die Tierärzte hergerichtet.
Dies waren alles Spenden.
Hundetransporte
per PKW finden auch in diesem Jahr dreimal statt und die Tiere
werden nach Deutschland und in die Schweiz gebracht. Jedesmal
kehrte Ronny mit jeder Menge an Sachspenden zurück wie
auch der OP-Einrichtung oder Zaunelementen und mit einem gespendeten
komplett versicherten und versteuerten Gebrauchtwagen.
Auch
bauliche Massnahmen in Eigenarbeit standen auch 1999 auf dem
Plan. Der Rüdenfreilauf wurde vergrössert und der
Bau eines 60 m² grossen Katzenhauses in Angriff genommen.
Dies war möglich dank der Unterstützung eines Spaniers
(Schweissarbeiten) und der grosszügigen Zuwendung der
“Neuen Tierhilfe Zürich“, die uns schon seit
Jahr und Tag mit regelmässigen monatlichen Zuwendungen
hilft.
Der
neue OP wurde im April vom ersten Ärzteteam eingeweiht.
Dies war der Auftakt von insgesamt sieben Aktionen in diesem
Jahr. Wieviel weiterer ungewollter Nachwuchs konnte dadurch
verhindert werden!!! |
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| OP-Einrichtung |
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| Das
neue Katzenhaus |
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| 2000
- Neue Bleibe für die Station gesucht! |
Das Jahr 2000 wurde durch die schlechte Nachricht überschattet,
dass wir das angemietete Grundstück in absehbarer Zeit
räumen mussten. Die Suche nach einer geeigneten Alternative
begann. Im August war ein geeignetes Grundstück gefunden,
das der Tierschutzverein von Edith Bruhin im September kaufte
und uns auf unbegrenzte Zeit für unsere Arbeit zur
Verfügung stellte. Eine erlösende Nachricht.
Hundetransporte
mit dem PKW wurden durchgeführt. Mehrmals macht sich
Ronny auf den Weg nach Deutschland/Schweiz und wieder zurück,
wo er auch dieses Jahr Entlastung erfährt durch Freiwillige,
die für ihn eine Fahrt übernehmen. Nicht vergessen
darf man dabei einige Helfer, die in der Vergangenheit immer
wieder die Station betreut haben, während Ronny diese
Fahrten durchgeführt hat. Der alte Transporter „schwächelte“
immer mehr. Im Herbst bekamen wir einen kleineren Transporter
für den Umzug und die tägliche Fahrten geschenkt.
Kastrationsaktionen
fanden nur in der ersten Jahreshälfte statt wegen der
Umzugsvorbereitungen und den Bauarbeiten auf dem neuen Grundstück
für die neue Tierstation Esperanza. Dennoch wurden
unzählige Tiere kastriert, zumal auch ein holländisches
Team für 7 Wochen auf die Station kam. Die Stationstiere
wurden und werden nach wie vor kastriert.
Dann
hiess es im Herbst mit Hochdruck das Grundstück für
den Umzug vorzubereiten: der Grund wurde für die späteren
Gebäude und Wege eingeebnet und für letztere geschottert.
Die Umzäunung wurde erstellt, der Stromanschluss musste
gelegt werden (Hochspannungsmasten), da bisher noch kein(e)
Strom(zuleitung) vorhanden war hier hoch in den Hügeln
über Pizarra. Die Hundegehege und das Katzenhaus wurden
errichtet. Es musste schnell fertig werden, damit wir Anfang
nächsten Jahres umziehen konnten. Für diese Arbeiten
haben wir grosse Unterstützung erfahren durch zusätzliche
„Hände“, aber auch durch Spenden.
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| Das
Grundstück im August |
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Das
Gelände im Dezember bereits eingezäunt, planiert,
... |
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| 2001
- Umzug nach Pizarra |
Der
Aufbau der Station in Pizarra und die Umzugsvorbereitungen
gingen weiter. Ein kleines Häuschen von 35 qm als Wohnraum
für die ehrenamtlichen Tierärzte wurde gebaut,
da hierfür keine langwierige Genehmigung erfoderlich
war. Es diente uns nach dem Umzug als Büro, Lager,
Katzenquarantäne usw. Im Februar hiess es dann „Wir
ziehen um“, einschliesslich der OP-Container, die
mit einem Lastwagen von Alhaurin nach Pizarra gebracht und
an ihren
neuen
Standort aufgebaut wurden. Grosse Mobilisierung aller Freunde
und Vehikel, so dass mit zwei Transportern und 4 Privatfahrzeugen
der Umzug durchgeführt wurde. Die Katzen kamen in ihr
schönes und geräumiges Katzenhaus, die Hunde in
ihre grossen Gehege und als Schlafplatz hatten sie für
den Moment viele kleine Hundehütten aus Holz. Ende
Februar - Abschied von Alhaurin!
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| Die
neue Tierstation in Pizarra im Februar: Ärztehaus + OP-Container
links, Katzenhaus ganz rechts, darunter Hundefreilauf mit Hütten |
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| Katzenhaus
kurz nach dem Umzug |
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Kastrationszentrum
im März |
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Hunde
vor ihrem "Chalet" |
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Bäume
wurden als Schattenspender gepflanzt und eine Berieselungsanlage
verlegt (Spenden). Strom war im Sommer immer noch nicht vorhanden,
da dieser von dem Hochspannungsmast hergeleitet werden musste
und dafür zwei kleine Masten und ein Transformator benötigt
wurden. Ohne Kühlschrank im heissen Sommer und ohne Wasseranschluss
oder Brunnen. Das Wasser musste per Transporter geholt und
dann in die verschiedenen Tanks gefüllt werden. Es bestand
(und besteht bis heute) keine Möglichkeit, einen Anschluss
an die Wasserversorgung der Gemeinde zu bekommen. Daher bohrten
wir einen über 100 m tiefen Brunnen, der zwar nicht sonderlich
ergiebig wart, aber ausreichend für unsere Bedürfnisse.
Leitungen wurden verlegt. Hundezwinger wurden begonnen und
im Katzenhaus die Fliesen verlegt. Im Herbst endlich Strom!
Elektriker arbeiteten einen Monat an der Installation. Im
Winter erreichten uns Unmengen an gespendeten nützlichen
Dingen. Neben all der Arbeit fährt Ronny einen Hundetransport
nach Deutschland.
Mangels
Strom und Wasser konnten auf der Station keine Kastrationsaktionen
stattfinden, weshalb machten wir im Raum Málaga mehrere
Tierarztpraxen ausfindig, die Kastrationen für uns zu
vergünstigten Preise durchführten. Die Kastration
von Tieren konnte im bescheidneren Rahmen weitergehen. Im
Herbst hatten unsere jährlich wiederkehrenden Tierärztinnen
aus Deutschland eine Woche lang Tiere kastriert, dieses Mal
jedoch in dem von einer Bekannten aus Málaga zur Verfügung
gestellten Haus.
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| 2002
- Aufbau der neuen Tierstation Esperanza in Pizarra |
Für
unsere Hundetransporte und tägliche Fahrten bekamen wir
einen „neuen“ Transporter geschenkt, wieder von
unserem Freund in der Schweiz. Auch 2000 gingen etliche Hunde
per Transporter ins Ausland und Unmengen an Sachspenden wie
Baumaterial, Wassertanks, Hunde- und Katzenfutter, Farbe zum
Anstreichen der Zwinger, Katzenkörbe und jede Menge Katzenspielzeug
und -Zubehör u.a. aus der Susy Utzinger Stiftung für
Tierschutz kamen zurück. Aber auch anders herum ging
es im Sommer. Unzählige Sachspenden brachten uns Freunde
mit und etliche Hunde nahmen sie mit nach Deutschland, nachdem
sie uns bei dem Bau der ersten Hundezwinger geholfen hatten.
Die Hundezwinger wurden im Herbst bis auf das Anstreichen
und das Dach fast fertig. Der Brunnen drohte zu verschlammen,
so dass wieder Wasser geholt werden musste. Nach dem Höherhängen
der Pumpe hatten wir wieder Wasser, etwas knapp für unseren
Verbrauch, aber immerhin.
Unterstützung
bekamen wir auch von zwei weiteren freiwilligen Helferinnen,
die bei uns auf der Station waren. Eine angehende Tierarzthelferin
und eine Studentin halfen bei uns tatkräftig mit.
Aufgrund
unseres Informationsstands auf einer Katzenausstellung Anfang
des Jahres konnten wir ein neues Abkommen mit einem bekannten
Tierarzt in Málaga abschliessen, der uns zu einem absoluten
Minimalpreis heimatlose Katzen kastrieren wird. Im Herbst
wurde dann auch auf der Station wieder eine Kastrationsaktion
von unserer Freundin Dr. Angelika Eggebrecht aus Hannover
und einer Kollegin aus Frankfurt durchgeführt.
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Ein grosser Helfer |
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Hundezwingerbau
Mai |
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Baustelle
im Juli |
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Hundeanlage
November |
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